Recht auf ein faires Verfahren in Strafsachen; Jugendgerichtsbarkeit

Kinderrechtskonvention Art. 40 (1) 

Die Vertragsstaaten erkennen das Recht jedes Kindes an, das der Verletzung der Strafgesetze verdächtigt, beschuldigt oder überführt wird, in einer Weise behandelt zu werden, die das Gefühl des Kindes für die eigene Würde und den eigenen Wert fördert, seine Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten anderer stärkt und das Alter des Kindes sowie die Notwendigkeit berücksichtigt, seine soziale Wiedereingliederung sowie die Übernahme einer konstruktiven Rolle in der Gesellschaft durch das Kind zu fördern.
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Brexit: Gravierende Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche


Netzwerk Kinderrechte Österreich ruft gemeinsam mit 1.800 europäischen Kinderrechts-Organisationen auf, junge Menschen im Verhandlungsprozess nicht weiter zu ignorieren!

"Der Brexit-Prozess hat bisher die Stimmen von Kindernund Jugendlichen ignoriert. Wir, die Unterzeichnerinnen, repräsentieren über 1.800 Kinderrechts-Organisationen in Europa und sind der Überzeugung, dass Kinder- und Jugendrechte geschützt und gefördert werden müssen als Teil des Prozesses. Die gravierendsten Auswirkungen hat die Brexit-Entscheidung langfristig auf junge Menschen in Großbritannien und in der gesamten EU. Und trotzdem hatten gerade sie keine Möglichkeit, dass ihre Meinung dazu von EntscheidungsträgerInnen gehört wurde." heißt es zum gestrigen Start der Brexit-Verhandlungen in einem Statement von Eurochild, dem Zusammenschluss von Kinderrechts-Organisationen in Europa.

"In Österreich haben wir eine besondere Verantwortung und Vorbildwirkung für das Mitspracherecht von jungen Menschen. Wir sind das einzige Land in Europa, wo Jugendliche bei bundesweiten Wahlen schon ab 16 Jahren wählen dürfen. Hätten in Großbritannien auch schon 16-Jährige abstimmen dürfen, dann wäre es womöglich gar nicht zur Brexit-Entscheidung gekommen." so Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez vom Netzwerk Kinderrechte Österreich.

Umso wichtiger sei es nun, Mechanismen zu entwickeln, um Kinder und Jugendliche in den Brexit-Verhandlungsprozess einzubeziehen. Bestehende Kinder- und Jugendrechte in Großbritannien und der EU
dürften nicht eingeschränkt werden. Kein Kind solle durch den Brexit Schaden erleiden, vor allem nicht in Nordirland.

"Wenn gestern von von EU-Chefverhandler Michel Barnier und dem britischen Brexit-Minister David Davis „flexible, kreative und fantasiereiche Lösungen“ in Aussicht gestellt wurden, dann sollten genau hier junge Menschen ins Spiel kommen. Wir wissen aus Erfahrung, dass eine Konferenz gemeinsam mit Jugendlichen vollkommen neue Sichtweisen und Ideen eröffnet. Außerdem ist es ein Recht nach der UN-Kinderrechtskonvention, bei allen Angelegenheiten, die junge Menschen betreffen, mitreden zu dürfen und gehört zu werden." appelliert abschließend das österreichische Netzwerk Kinderrechte.


Das vollständige "Statement and Call to Action on the Impact of Brexit on Children and Young People" findet sich hier und wird an die politisch Verantwortlichen in Österreich und Europa weitergeleitet.

Rückfragehinweis:
Elisabeth Schaffelhofer-Garcia Marquez – Mobil: 0676/88011-1016
elisabeth.schaffelhofer@kinderhabenrechte.at
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